Nachhaltige Bildung in der Grundschule seit 2012

Drei Doppelstunden,
die ein Kind nicht mehr vergisst.

Ein Klimaschutzprojekt für Grundschulklassen in Baden-Württemberg – mit Experimenten, Musik und einem Versprechen, das mit nach Hause geht.

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01 Das Projekt

Klimaschutz erklärt man Achtjährigen nicht mit Statistiken.

Man erklärt ihn mit einem Glas Wasser, einem Lied und einem Spiel, bei dem die ganze Klasse aufspringt. Genau dafür gibt es die Klimahelden.

Unser Klimaschutzprojekt wird in immer mehr Grundschulen in Baden-Württemberg durchgeführt. Im Jahr 2012 gewann das Projekt den Wettbewerb der Baden-Württemberg Stiftung zur Nachhaltigen Bildung, anschließend erfolgte die Projektentwicklung in Heilbronn. Über drei Jahre hinweg wurde das Konzept an 49 Klassen getestet und weiterentwickelt – mit den Rückmeldungen der Lehrkräfte, der Eltern und vor allem der Kinder selbst. Seitdem zieht unser Klimahelden-Projekt immer größere Kreise.

Aktuell können sich Grundschulen kostenfrei bei uns anmelden in Stuttgart, im Landkreis Böblingen, in Rottenburg und in Singen am Hohentwiel. Getragen wird das Projekt von Kommunen, Stadtwerken und Sponsoren, die den Klimaschutz dort beginnen lassen wollen, wo er am längsten wirkt: bei den Kindern.

Wenn Sie Fragen zum Projekt haben oder mit Ihrer Grundschulklasse teilnehmen möchten, rufen Sie uns gerne an. Sie finden uns auch als BNE-Akteur gelistet bei der UNESCO.

  • 2012in Heilbronn entwickelt an 49 Klassen, Testphase über drei Jahre
  • 3Doppelstunden pro Klasse
  • 121angemeldete Klassen im aktuellen Schuljahr
  • 2.969Klimahelden

„Wir sind
Klimahelden!“

Am Ende jedes Projekts steht dieses Foto: die ganze Klasse, in den T-Shirts, die sie behalten dürfen – und mit dem Satz, den sie sich in drei Doppelstunden selbst erarbeitet hat.

Ihre Klasse als nächste?

02 Das Konzept

Individuelle, kindgerechte Materialien – und drei Doppelstunden, die aufeinander aufbauen.

Für jede Klasse bringen unsere Dozentinnen eigenes Material mit: Tafelbilder zum Anheften, Arbeitsblätter, Karten, Bilder und Versuchsaufbauten. Nichts davon ist Standardware aus dem Lehrmittelkatalog – alles wurde für dieses Projekt entwickelt und über Jahre an echten Klassen erprobt.

Die komplexen Zusammenhänge werden dabei konsequent in die Welt eines Acht- bis Zehnjährigen übersetzt. Kindgerechte Arbeitsblätter machen aus dem Treibhausgaseffekt eine Decke, aus dem Klimawandel Fieber und aus dem CO₂-Fußabdruck eine Entscheidung an der Bushaltestelle.

Musik, Erdenrap, Spiele und Experimente machen unser Projekt zum einprägsamen Erlebnis. Die Kinder sitzen nicht drei Doppelstunden lang still – sie stehen auf, singen mit, springen zwischen Antwortfeldern hin und her und beugen sich gemeinsam über ein Glas, in dem gerade das Festlandeis schmilzt.

Und über allem steht ein einziger Satz, den am Ende jedes Kind mitnimmt:

„Ich bin ein Klimaheld und bewahre meine Welt!“

03 Der Ablauf

Drei Doppel­stunden.
Sechs Unterrichts­stunden.

Von der Schönheit der Erde bis zu dem, was jedes Kind am nächsten Morgen anders machen kann – die Kapitel bauen aufeinander auf und erzählen zusammen eine einzige, zusammenhängende Geschichte.

Weiter scrollen · jede Stunde lässt sich öffnen

1. Doppelstunde2 × 45 Minuten
Kinder zeigen an der Tafel auf die Weltkarte „Unser blauer Planet“ und die Klimazonen der Erde
Stunde 1 · Kapitel 01

Die Schönheit der Erde

Bevor es um Verlust geht, geht es ums Staunen: eine Reise durch die Klimazonen – Eiswüste, Regenwald, Savanne, Zuhause.

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Ein Mädchen heftet die Sonnenstrahlen an das Tafelbild „Prima Klima!“
Stunde 2 · Kapitel 02

Prima Klima!

Der natürliche Treibhauseffekt – die unsichtbare Decke, die unseren Planeten überhaupt erst bewohnbar macht.

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2. Doppelstunde2 × 45 Minuten
Dampfeisenbahn mit dicken Rauchwolken – erste deutsche Zugstrecke zwischen Nürnberg und Fürth 1835
Stunde 3 · Kapitel 03

Die Industria­lisierung

Eine Zeitreise von der ersten Fabrik bis zur heutigen KI – und mit jeder Erfindung wird die Decke aus CO₂ dichter.

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Illustration: die Erde, umgeben von einer dichten Schicht aus CO₂-Wolken
Stunde 4 · Kapitel 04

Der Klimawandel

Die Erde bekommt Fieber. Wir erklären das, was Kinder aus den Nachrichten kennen, in Bildern statt in Statistiken.

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3. Doppelstunde2 × 45 Minuten
Dozentin führt mit den Kindern das Eiswürfel-Experiment durch
Stunde 5 · Kapitel 05

Die Folgen

Für Eisbär, Korallenriff und Bauernhof – und für uns. Das Eiswürfel-Experiment macht das Abstrakte greifbar.

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Dozentin zeigt der Klasse den Klimaschutz-Vertrag, an der Tafel steht „1, 2 oder 3 – Wo ist weniger CO₂ dabei?“
Stunde 6 · Kapitel 06

Die Erderwärmung stoppen

Klimafreundliches Verhalten, das ein Kind wirklich beeinflussen kann: der Schulweg, der Einkauf, das Licht, der Teller.

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„Ich bin ein Klimaheld
und bewahre meine Welt!“

Die zentrale Botschaft des Projekts.

04 Besondere Elemente

Das Eiswürfel-Experiment – im Klassenzimmer wird es ganz still.

Unser Glas steht dabei für unseren blauen Planeten. Darin blau gefärbtes Wasser für die Ozeane, aufgeklebt die flache Silhouette einer Stadt am Meer und obenauf eine Metallplatte mit Löchern für die Eisberge der Antarktis.

Mit einem Flambierbrenner wird die menschenverursachte Erderwärmung und ihre Folgen im Zeitraffer sichtbar. Gebannt beobachten die Kinder, wie das Polareis zu schmelzen beginnt und schließlich ins Meerwasser fließt. Der Wasserspiegel steigt und das Festland versinkt.

Wir sprechen über die Folgen des Klimawandels:

  1. 01Die Menschen, die in Küstennähe auf flachen Inseln oder in Metropolen leben.
  2. 02Der Eisbär sowie der Blauwal als stellvertretende Tiere, die wir zuvor in der Klimazonenreise kennengelernt haben.
  3. 03Die Häufung von Extremwetterereignissen.
  4. 04Der Verlust von Trinkwasser sowohl in der heißen als auch in der gemäßigten Klimazone, beispielsweise in unseren Alpen aufgrund der fortschreitenden Gletscherschmelze.

Unten beginnt eine Zeitreise von 1820 bis 2200. Scrollen Sie weiter und sehen Sie, wie sich unsere Welt mit jedem Grad verändert – und was passiert, wenn wir umsteuern.

So steht das Glas in jeder Klasse auf dem Tisch – Eis oben, Stadt an der Wasserlinie.
CO₂ CO₂ CO₂ CO₂ CO₂ CO₂ Festlandeiswie in Grönland und der Antarktis 1 m 50 cm 0 Pegel Wasserstand 1820 MeereisSchmelzwasser
Zukunft:

1820 · Vor den Fabriken

Eine Welt im Gleichgewicht.

Geheizt wird mit Holz, gereist mit Pferd und Segelschiff. Gletscher, Meereis und Korallenriffe sind intakt, in der Luft liegen rund 280 Teile CO₂ pro Million – so viel wie seit Jahrtausenden. Das ist unser Ausgangspunkt: null Grad Erwärmung.

1850 bis 1900 · Kohle und Dampf

Die Industrialisierung beginnt.

Dampfmaschinen treiben Fabriken an, 1835 fährt die erste deutsche Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth. Überall wird Kohle verbrannt. Das Klima merkt davon noch kaum etwas – dieser Zeitraum gilt in der Wissenschaft bis heute als Vergleichswert. Aber das CO₂ in der Luft beginnt zu steigen.

1950 · Auto, Öl und Strom

Die Welt kommt in Fahrt.

1886 baut Carl Benz in Mannheim das erste Auto – jetzt fahren Millionen. Kraftwerke liefern Strom, Erdöl wird zum wichtigsten Brennstoff, Städte wachsen in die Landschaft. Die Erde ist etwa 0,2 Grad wärmer als vor der Industrialisierung.

2000 · Die große Beschleunigung

Mehr von allem.

Flugzeuge, Autobahnen, Containerschiffe, Plastik: Der Energieverbrauch der Welt hat sich seit 1950 etwa vervierfacht. Als 1958 auf Hawaii die CO₂-Messung beginnt, sind es 315 ppm – im Jahr 2000 schon 370. Die Decke aus Treibhausgasen wird dichter, die Erde ist rund 0,7 Grad wärmer.

2015 · Die 1-Grad-Marke

Ein ganzes Grad wärmer.

2015 liegt die Erde erstmals ein Grad über dem vorindustriellen Wert. Im selben Jahr beschließen fast alle Länder in Paris: Die Erwärmung soll deutlich unter 2 Grad bleiben, möglichst bei 1,5 Grad.

Folgen: Grönland und die Antarktis verlieren jedes Jahr mehr Eis, die Alpengletscher schrumpfen sichtbar, erste Korallenriffe bleichen aus.

Heute · 2025

Wir sind mittendrin.

2024 war das erste Jahr über 1,5 Grad, in Deutschland ist es seit 1881 sogar 2,5 Grad wärmer. Das Meer steht schon gut 20 Zentimeter höher als um 1900.

Warum steigt das Meer? Festlandeis auf Grönland, in der Antarktis und in den Bergen schmilzt, das Wasser fließt ins Meer – und warmes Wasser dehnt sich aus. Schmelzendes Meereis hebt den Spiegel kaum: Es schwimmt ja schon, wie ein Eiswürfel im Glas.

Hier stoppt die Zeitreise. Wie geht es weiter? Das entscheiden wir. Wählen Sie einen Weg:

Scrollen Sie weiter in die Zukunft. Oben können Sie jederzeit zwischen den beiden Wegen umschalten.

2035 · Die Wende beginnt

Wind und Sonne statt Kohle.

Windräder und Solardächer liefern den Strom, Schornsteine gehen aus. Elektrische Bahnen, Bus, Rad und die eigenen Füße ersetzen viele Autofahrten.

Was sich ändert: Die Luft wird sauberer. Das Eis schmilzt aber noch weiter – das Klima reagiert mit Verzögerung.

2035 · Weiter wie bisher

Mehr Kohle, mehr Öl, mehr CO₂.

Die Kraftwerke laufen weiter, der Verkehr wächst. Anfang der 2030er-Jahre ist die 1,5-Grad-Grenze im Mittel überschritten.

Folgen: Hitzewellen kommen rund viermal so oft wie früher, 70 bis 90 Prozent der Korallenriffe gehen verloren.

2050 · Klimaneutral

Kein zusätzliches CO₂ mehr.

Die Welt stößt nur noch so viel CO₂ aus, wie Wälder, Moore und Technik wieder aufnehmen. Die Erwärmung erreicht mit rund 1,6 Grad ihren Höhepunkt.

Was sich ändert: Der Smog ist weg, neue Wälder wachsen. Das Eis hört auf zu schrumpfen.

2050 · 2 Grad

Das Eis des Eisbären verschwindet.

Um die Mitte des Jahrhunderts ist die 2-Grad-Marke erreicht.

Folgen: Die Arktis ist im Sommer mindestens alle zehn Jahre eisfrei, das Festlandeis schmilzt immer schneller. Mehr als 99 Prozent der Korallenriffe sind verloren.

2075 · Die Erde atmet auf

Es wird langsam wieder kühler.

Wälder und Moore holen CO₂ aus der Luft, die Menge in der Atmosphäre sinkt. Die Temperatur geht Schritt für Schritt zurück.

Was sich ändert: Fische kehren in die Riffe zurück, das Meereis der Arktis erholt sich.

2075 · Rund 2,4 Grad

Dürren und Waldbrände.

Der CO₂-Ausstoß bleibt hoch, die Erde wird weiter wärmer.

Folgen: Dürren, Waldbrände und Ernteausfälle nehmen zu, Stürme werden heftiger. Von den Alpengletschern bleibt nicht mehr viel.

2100 · 1,4 Grad

Die Korallen erholen sich.

Im günstigsten Szenario des Weltklimarats liegt die Erwärmung im Jahr 2100 wieder bei rund 1,4 Grad.

Was sich ändert: Der Eisbär hat wieder festes Eis. Das Meer steigt zwar noch – aber viel langsamer. Häuser auf Stelzen schützen die Küste.

2100 · Fast 3 Grad

Küstenorte stehen unter Wasser.

Mit der heutigen Klimapolitik steuert die Welt laut UN-Umweltprogramm auf rund 2,8 Grad bis 2100 zu.

Folgen: Der Meeresspiegel liegt rund 70 Zentimeter höher als um 1900. Flache Inseln und Küstenorte werden überflutet, Menschen müssen ihre Heimat verlassen.

2150 · Ein langer Atem

Die Gletscher wachsen wieder.

Ganz langsam legen Gletscher und Eis wieder zu. Das dauert Jahrzehnte bis Jahrhunderte – das Eis vergisst die Erwärmung nicht so schnell.

Was sich ändert: Das Meer steigt kaum noch, Wälder und Riffe sind wieder voller Leben.

2150 · Das Meer steigt weiter

Rund ein Meter mehr Wasser.

Auch wenn die Erwärmung langsamer wird: Das Eis schmilzt weiter, das Meer steigt immer weiter.

Folgen: Allein das Eis Grönlands reicht für gut 7 Meter Meeresspiegel, das der Antarktis für 58 Meter. Schon heute leben rund 680 Millionen Menschen in tief liegenden Küstengebieten.

2200 · Unsere Ur-Ur-Enkel

Eine Welt im Gleichgewicht.

Was wir heute tun, entscheidet, wie die Welt in 200 Jahren aussieht. Jedes Zehntelgrad zählt – und genau hier beginnen die Klimahelden.

Das Ergebnis: Klare Luft, grüne Wälder, Eis an den Polen und in den Bergen – nicht alles wie 1820, aber eine Welt, in der man gut leben kann.

Quellen IPCC AR6 (2021/2023), IPCC-Sonderberichte 1,5 °C (2018) und Ozean & Eis (2019), WMO State of the Global Climate 2025, UNEP Emissions Gap Report 2025, NOAA, Deutscher Wetterdienst. Werte gerundet, nach 2100 grobe Schätzungen; Erwärmung gegenüber 1850–1900, Meeresspiegel gegenüber 1900; der Anstieg ist im Bild überzeichnet.

2200 · Eine andere Welt

Die Insel wird kleiner.

Das Festlandeis ist fast verschwunden, das Meer hat sich weite Teile der Küste geholt. Noch lässt sich das verhindern.

Jetzt vergleichen: Schalten Sie oben auf „Mit Klimaschutz“ – und sehen Sie, was möglich ist.

Quellen IPCC AR6 (2021/2023), IPCC-Sonderberichte 1,5 °C (2018) und Ozean & Eis (2019), WMO State of the Global Climate 2025, UNEP Emissions Gap Report 2025, NOAA, Deutscher Wetterdienst. Werte gerundet, nach 2100 grobe Schätzungen; Erwärmung gegenüber 1850–1900, Meeresspiegel gegenüber 1900; der Anstieg ist im Bild überzeichnet.

Und was kann ich selbst tun? · Zum Mitmachen für Kinder

Dein Klimaversprechen

Such dir aus, was du ab heute für unsere Erde tust. Schreib deinen Vornamen dazu – und häng die Karte zu Hause gut sichtbar auf.

Dein Name bleibt auf deinem Gerät und wird nirgendwohin geschickt.

Musik, Erdenrap & Spiel

Wissen, das man mitgesungen hat,
verschwindet nicht nach der Pause.

Jetzt reinhören

Das Klimaheldenlied

„Ich bin stark, ich bin fit und darum mach ich mit …“

Die Freude am Singen und an der Bewegung dazu sowie ein einprägsamer Text, mit dem sich die Kinder identifizieren, sorgen dafür, dass die Botschaft hängen bleibt – und die Kinder das Lied noch Wochen später auf dem Schulhof singen.

0:00
2:17
Erdenrap! Alle stehen auf, alle machen mit.

„Eins, zwei oder drei – wo ist weniger CO₂ dabei?“

Bewegter Unterricht im Klassenzimmer zusammen mit dem Sammeln der begehrten Klimapunkte-Stempel macht viel Spaß – und deutlich, dass jedes Kind die Welt mit dem eigenen Verhalten verändern kann.

Lachende Kinder in Klimahelden-T-Shirts springen im Klassenzimmer zwischen den Antwortfeldern, an der Tafel steht die Spielfrage
So sieht das im Klassenzimmer aus!

Probier es selbst! Frage 1 von 5

Wie kommst du am klimafreundlichsten zur Schule?

05 Was mit nach Hause geht

Wir laden die ganze Familie ein, Klimaschutz zu ihrem Thema zu machen.

Am Ende des Projekts geht nicht nur ein Kind nach Hause, sondern auch eine Aufgabe – und drei Dinge, die dafür sorgen, dass das Thema am Küchentisch weiterlebt.

Ein ausgefüllter Klimahelden-Punktepass neben dem Klimaschutz-Vertrag
01

Der Klima-Punktepass

Mit dem Klima-Punktepass sammeln die Kinder beliebte Klimahelden-Stempel: für klimafreundliches Verhalten der ganzen Familie, für Kurzstrecken ohne Auto – etwa den Schulweg – und für richtige Antworten im Spiel „1, 2 oder 3“.

Wir laden damit die ganze Familie ein, herauszufinden, wo die individuellen Möglichkeiten liegen, den persönlichen CO₂-Ausstoß deutlich zu reduzieren.

Ein Kind hält seinen gemalten Klimaschutz-Vertrag hoch
02

Der Klimaschutz-Vertrag

Zum Abschluss des Projektes bringen die Kinder einen individuell gestalteten Klimaschutz-Vertrag nach Hause. Hier treffen sie mit ihren Eltern eine Vereinbarung, in welchen Bereichen ihr persönlicher Beitrag zum Einsparen von CO₂ liegen soll.

Der Vertrag wird gemalt, ausgefüllt und unterschrieben – und hängt danach in vielen Familien monatelang am Kühlschrank.

Vertrag als PDF ansehen
Kinder in blauen Klimahelden-T-Shirts stehen nebeneinander
03

Das Klimahelden-T-Shirt

Die Kinder erhalten zudem als Geschenk ein Klimahelden-T-Shirt – fair gehandelt und aus Biobaumwolle –, das sie noch lange an das Projekt erinnern wird – mit der Botschaft, die sie sich selbst erarbeitet haben:

„Ich bin ein Klimaheld!“

06 Die Filme

Das Projekt in Bewegung.

Zwei Filme, zwei Blickwinkel: Im Klassenzimmer erzählen die Kinder selbst, was sie mitgenommen haben – und an unserem Mitmach-Stand sieht man, wie das Projekt auch außerhalb der Schule Kreise zieht.

Beide Filme liegen auf unserem eigenen Server – es werden keine Daten an Dritte übertragen.

07 Schulwegeplanung

Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen, gestalten die Stadt um.

Viele Kinder werden mit dem Auto zur Schule gebracht – oft bei weniger als 500 Metern Schulweg. Als Grund nennen Eltern meist den gefährlichen Weg. Dabei liegen die größten Gefahren ausgerechnet im Bringverkehr direkt vor der Schule.

Kinder, die zu Fuß gehen, lernen den Verkehr Schritt für Schritt kennen, erobern ihr Viertel und kommen wach und konzentriert im Unterricht an. Mit der Schulwegeplanung machen wir Wege sicher und attraktiv – und die Stadt nebenbei kinderfreundlicher: Jede Grundschule ist ein Trittstein, über den sich ein ganzes Viertel umgestalten lässt.

„Eine kindgerechte Stadt ist immer auch eine altengerechte Stadt.“

Und sie leitet die Verkehrswende ein: Nur gute Fuß- und Radwege lassen das Auto auf kurzen Strecken stehen.

Ein guter Schulweg braucht

  • Eine kommunikative Gehwegbreite
  • Abwechslungsreiche Gestaltung mit Spiel- und Sitzmöglichkeiten
  • Gute Beleuchtung
  • Sichere, barrierefreie Querungsstellen
  • Beschattung durch Bäume

Für Eltern · Schulweg-Rechner

Was bringt es, wenn Ihr Kind zu Fuß geht?

Stellen Sie ein, wie weit die Schule entfernt ist – der Rechner zeigt, was ein Schuljahr ohne Elterntaxi bewirkt. Gerechnet wird mit Hin- und Rückfahrt des Autos, denn das Elterntaxi fährt ja auch wieder heim.

0kg CO₂ weniger
pro Schuljahr
  • 0Autokilometer weniger vor dem Schultor
  • 0Liter Sprit, die nicht verbrannt werden – rund 0 € gespart
  • 0Stunden Bewegung an der frischen Luft für Ihr Kind
  • 0Badewannen voll CO₂, die nicht in die Luft gehen

Annahmen: 38 Schulwochen, ein durchschnittlicher Pkw mit rund 0,17 kg CO₂ pro Kilometer (Umweltbundesamt; auf kurzen Strecken mit kaltem Motor eher mehr). Das entspricht etwa 7,2 Litern Benzin auf 100 km, 1 Liter Benzin ergibt 2,37 kg CO₂; Spritpreis 1,75 € pro Liter. Gehtempo 4 km/h. 1 kg CO₂ füllt etwa 540 Liter, eine Badewanne rund 150 Liter.

So läuft eine Schulwegeplanung

  1. BegehungWir laufen das Schulumfeld ab – zum ersten Mal aus der Sicht der Kinder.
  2. BeteiligungEltern und Kinder bringen ihre Erfahrung ein: im Workshop, per Fragebogen oder online.
  3. KartierungGefahrenpunkte werden diskutiert, kartiert und mit Umbau-Empfehlungen versehen.
  4. EmpfehlungEltern bekommen einen Schulwegplan, die Stadt einen Maßnahmenkatalog.

08 Unser Team

Fünf Frauen, die jede Woche in einem anderen Klassenzimmer stehen.

Unterrichtet wird das Projekt von ausgebildeten Dozentinnen, die die Materialien und den Ablauf in- und auswendig kennen – und die wissen, wie man eine dritte Klasse nach der großen Pause wieder einfängt.

Porträt von Stephanie Esch

Stephanie Esch

Projektleitung

„Du musst die Veränderung sein, die Du in der Welt sehen willst.“Mahatma Gandhi
Porträt von Ulrike Weihrauch

Ulrike Weihrauch

Dozentin · Landkreis Böblingen

„Die Kinder von heute sind die Gesellschaft von morgen.“Dalai Lama
Porträt von Sabine Herz

Sabine Herz

Dozentin · Landkreis Böblingen

„Jeder starke Baum war einmal eine kleine Pflanze und jede große Tat beginnt mit einem kleinen, guten Gedanken.“Unbekannt
Porträt von Behida Begic

Behida Begic

Dozentin · Stuttgart

„Nicht verschwenden, wiederverwenden!“Rocky, Paw Patrol
Porträt von Kristina Czekalla

Kristina Czekalla

Dozentin · Stuttgart

„Wenn an vielen kleinen Orten viele kleine Menschen viele kleine Dinge tun, wird sich das Angesicht unserer Erde verändern.“Afrikanisches Sprichwort

09 Aktuelles & Presse

Man liest von uns.

Seit über zehn Jahren begleiten Lokalzeitungen, Amtsblätter und Gemeindebriefe das Projekt. Alle Artikel lassen sich anklicken.

  • „Im Klassenzimmer der Körschtalgrundschule funktioniert Klimaschutz ganz ohne erhobenen Zeigefinger.“
    Stuttgarter Amtsblatt · November 2023
  • „Wie wird man ein Klimaheld, eine Klimaheldin? Gute Frage, schlichte Antwort: Man lernt es an der Schule.“
    Gäubote Herrenberg · Januar 2024
  • „Kinder tragen das Thema Umweltschutz in die Familien, dort wird es diskutiert. Wer sich bewegt, bewegt etwas.“
    Evangelische Kirche · März 2021

Gut zu wissen

Fragen, die Lehrkräfte uns oft stellen.

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an – wir erklären gerne alles persönlich.

07731 / 92 28 28 0
Was kostet das Projekt für unsere Schule?

Nichts. Das Projekt ist für Grundschulen kostenfrei. Getragen wird es von Kommunen, Stadtwerken und Sponsoren, die Klimaschutz dort beginnen lassen wollen, wo er am längsten wirkt: bei den Kindern.

Für welche Klassen ist das Projekt gedacht?

Für Grundschulklassen der Stufe 3 oder 4. Die Inhalte sind konsequent in die Welt von Acht- bis Zehnjährigen übersetzt.

Erfüllt das Projekt die Vorgaben aus dem Bildungsplan Baden-Württemberg für Klassenstufe 3 bzw. 4?

Ja, seit der Reform des Bildungsplans 2016 ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als eine von sechs sogenannten Leitperspektiven verankert. Das bedeutet, dass sie kein eigenes Einzelfach ist, sondern als fächerübergreifendes Prinzip in verschiedenen Unterrichtsfächern verpflichtend einbezogen werden muss. Besonders intensiv wird dies im Sachkundeunterricht aufgegriffen:

1. Naturphänomene und Ressourcenschutz:
Im Themenbereich Wasser lernen die Schülerinnen und Schüler den Wasserkreislauf kennen. Dieses Wissen transformieren die Kinder im Projekt auf den stattfindenden Klimawandel. Wasser als lebenswichtige Ressource wird zunehmend knapper beispielsweise in Afrika aber auch bei uns mit dem Verweis auf die rasant schmelzenden Gletscher.

2. Tiere, Pflanzen und Artenschutz:
Die Kinder entwickeln ein Verständnis für die Notwendigkeit von Natur-, Umwelt- und Artenschutz. Sie werden mit dem Klimahelden-Projekt für ein verantwortungsvolles Handeln gegenüber ihrer Umwelt und der biologischen Vielfalt sensibilisiert und lernen die unterschiedlichen Klimazonen anhand der dort lebenden Tiere kennen. Auch Schutzmaßnahmen der Kinder selbst zur Klimaanpassung werden thematisiert wie z.B. die Verwendung von Sonnencreme, Schutzkleidung oder ausreichendem Trinken.

3. Konsum, Kultur und globale Perspektiven
Im Bereich „Demokratie und Gesellschaft“ vergleichen die Schüler ihre eigene Lebenswelt mit anderen Räumen (z. B. bezüglich Essen, Wohnen oder klimatischen und wirtschaftlichen Bedingungen). Das bildet die Grundlage, um globale Zusammenhänge von Konsum und Gerechtigkeit zu verstehen. Im Projekt werden die negativen Seiten der globalisierten Welt hinsichtlich der Treibhausgase aufgezeigt und die Bedeutung regionaler Lebensmittel- und Konsumprodukte hervorgehoben.

4. Energie:
Im Projekt wird die Klimaschädliche Wirkung fossiler Energien sowie deren Endlichkeit wird aufgezeigt und unbegrenzter, CO2-neutraler Energie wie Sonne, Wind und Wasser gegenübergestellt.

Wie viel Unterrichtszeit brauchen wir?

Drei Doppelstunden, also sechs Unterrichtsstunden à 45 Minuten. Die Stunden bauen aufeinander auf – von der Schönheit der Erde bis zu dem, was jedes Kind selbst tun kann.

Was müssen wir vorbereiten?

Damit die Dozentin pünktlich starten kann, ist es wichtig, dass die komplette Tafelinnenseite geputzt zur Verfügung steht.

Wie können wir im Projekt unterstützen?
  • Namensschilder sind – falls vorhanden – sehr hilfreich.
  • Greifen Sie regulierend ein, wenn es in der Klasse zu unruhig wird.
  • Die Erfahrung hat gezeigt: Die Konzentration der Kinder ist am höchsten, wenn Sie als Lehrkraft das Projekt aktiv begleiten. Die Beschäftigung mit projektfremden Inhalten sorgt leicht für unnötige Ablenkung – für die Dozentin wie für die Kinder.
  • Wir arbeiten mit schönen Projektmappen, allerdings sind die Kinder oft sehr lange damit beschäftigt, die passenden Arbeitsblätter herauszuholen. Bitte unterstützen Sie die Kinder dabei. Je nach Klasse kann es sinnvoll sein, dass die Lehrkraft diese Aufgabe komplett übernimmt.
  • Je nach Beiträgen und Diskussionen im Unterricht gelingt es, die Arbeitsblätter in der Projektzeit zu bearbeiten. Wenn die Zeit zu knapp war, wäre es schön, wenn Sie bzw. die Sachkunde-Lehrkraft die fehlenden Arbeitsblätter bis zum nächsten Besuch mit den Kindern nacharbeiten.
Wer unterrichtet?

Ausgebildete Dozentinnen aus unserem Team, die Materialien und Ablauf in- und auswendig kennen.

Was nehmen die Kinder mit nach Hause?

Den Klima-Punktepass, einen selbst gestalteten Klimaschutz-Vertrag, den sie mit ihren Eltern ausfüllen, und ein Klimahelden-T-Shirt als Geschenk.

Unsere Stadt ist nicht dabei – was nun?

Aktuell ist das Projekt in Stuttgart, im Landkreis Böblingen, in Rottenburg und in Singen am Hohentwiel buchbar. Wenn Ihre Kommune, Ihr Stadtwerk oder ein Unternehmen vor Ort das Projekt fördern möchte, sprechen Sie uns gerne an.

Wie können Unternehmen und Förderer das Projekt unterstützen?

Als Sponsor oder Klassenpate ermöglichen Sie Grundschulklassen in Ihrer Region die Teilnahme am Projekt. Als Dank nennen wir Sie mit Ihrem Logo im Projektflyer und auf unserer Webseite und laden Sie zu gemeinsamen Presseterminen ein, bei denen Sie als Unterstützer erwähnt werden. Sprechen Sie uns gerne an: Frau Esch, 07731 / 92 28 28 0. Per E-Mail anfragen

Wie melden wir uns an?

Mit unserem Anmeldeformular (PDF): Füllen Sie es aus und schicken Sie es bis spätestens Mitte Juli per E-Mail mit dem Betreff „Anmeldung Klimaheld“ an Frau Esch. Das Klassenbudget ist begrenzt, die Plätze werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben. Bei Fragen erreichen Sie uns unter 07731 / 92 28 28 0.

10 Mitmachen

Kostenfrei für Ihre Grundschulklasse.

Anmelden können sich aktuell Schulen in Stuttgart, im Landkreis Böblingen, in Rottenburg und in Singen am Hohentwiel. Füllen Sie einfach das Anmeldeformular aus und schicken Sie es bis spätestens Mitte Juli per E-Mail mit dem Betreff „Anmeldung Klimaheld“ an uns. Das Klassenbudget ist begrenzt, die Plätze werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben. Fragen? Rufen Sie uns gerne an.

Stuttgartbuchbar Landkreis Böblingenbuchbar Rottenburgbuchbar Singen am Hohentwielbuchbar · unser Sitz Heilbronn2012 hier erprobt
Hier sind die Klimahelden unterwegs.